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Zwölf Arten, anders zu wichteln

Eine Auslosung, ein Budget, ein Geschenk. Es funktioniert, und deshalb ändert es niemand. Aber eine Runde beim fünften identischen Austausch möchte meist, dass etwas anders wird — und das Verfahren darunter, eine Person, ein Empfänger, ein Geheimnis, lässt dafür viel Raum.

Hier sind zwölf Varianten. Keine davon ändert die Auslosung selbst.

Ändert, was als Geschenk zählt

1. Das Schrottgeschenk. Alle bringen etwas Hässliches, Nutzloses oder längst im Schrank Vergessenes mit. Gekauft wird nichts. Der Wettbewerb gilt dem schlechtesten Geschenk, und der Abend wird lustiger, als es jedes Budget könnte.

2. Nur Selbstgemachtes. Keine Läden. Ein Glas mit irgendetwas, etwas Gestricktes, ein gedrucktes und gerahmtes Foto. Es dauert länger, kostet weniger und überlebt das Gekaufte deutlich.

3. Nur Gebrauchtes. Ein Second-Hand-Laden, ein Flohmarkt, ein Antiquariat. Die Einschränkung zwingt zum echten Suchen statt zur Bestellung des ersten Dings, das bis Donnerstag ankommt.

4. Etwas, das dir schon gehört. Schwerer, als es klingt, und die berührendste Version von allen: du gibst etwas von dir weg, das der anderen Person besser steht als dir.

5. Nur Verbrauchbares. Etwas zum Essen, Trinken, Anzünden oder Aufbrauchen. Niemand geht mit einem Gegenstand nach Hause, für den erst ein Platz gefunden werden muss.

Ändert die Bescherung

6. Die Rateduelle. Bevor die Namen fallen, schreibt jede Person auf, wer sie ihrer Meinung nach gezogen hat. Der halbe Spaß liegt darin, wie weit die Runde danebenliegt.

7. Hinweise über die Woche. Jede Person hinterlässt ihrem Gegenüber eine Woche lang jeden Tag einen kleinen anonymen Hinweis. Am Abend ist der Raum voller Theorien.

8. Das Gedicht. Die Niederländer machen das, und sie haben recht. Ein paar neckische, liebevolle Zeilen, vor dem Auspacken vorgelesen.

9. Die gebaute Verpackung. Das Geschenk steckt in etwas, das eigens dafür gebaut wurde — eine Kiste, eine Skulptur, eine Katastrophe aus Pappmaché. Gebaut, nicht gekauft.

Ändert die Regeln

10. Zwei Auslosungen, zwei Budgets. Ein ernsthaftes Geschenk und ein absichtlich albernes, getrennt gelost, damit niemand beide derselben Person schenkt.

11. Alles außer der Wunschliste. Alle füllen eine Liste aus, und wer für sie kauft, soll etwas ganz anderes besorgen — aber etwas, das sich aus der Liste erahnen ließ. Das belohnt, wer zwischen den Zeilen liest.

12. Die Kettenbescherung. Weil eine Auslosung ein Kreis ist, lässt sie sich der Reihe nach abwickeln: die erste Person packt ihr Geschenk aus, dann ist die dran, die es geschenkt hat. Der Raum folgt der Schleife einmal ganz herum, und alle verstehen zum ersten Mal die Form der Auslosung.

Eine auswählen

Zwei Faustregeln. Erstens brauchen die aufwendigen Varianten Zeit und eine Runde, die sie investieren will: ein Gedicht oder eine gebaute Verpackung sind Abende, keine Besorgung. Zweitens: kündigt die Variante mit der Auslosung an, nie danach. Eine Runde, die schon vernünftige Geschenke gekauft hat, freut sich nicht über die Nachricht, dass jetzt Schrott gefragt ist.

Was ihr auch wählt, die Auslosung darunter bleibt dieselbe: ein Schenkender, ein Beschenkter, niemand, der das Ganze sieht. Genau das macht den Rest möglich.